Musterrechnung luxemburg

Einige Vermögensverwalter haben bereits neue Produkte auf der Grundlage dieses Modells auf den Markt gebracht, mit gemischten Ergebnissen. „Zero-fee Funds”, die Fidelity in den USA anbietet, ist ein radikaler Trend, um junge Investoren anzuziehen, die weiter unten in lukrativere Produkte investieren könnten. Diese drastischen Gebührensenkungen stellen eine echte Herausforderung für Vermögensverwalter dar, neue profitable Wachstumsquellen zu finden. Um die Leitprinzipien des Richtlinienentwurfs zu erfüllen, sollten die Antworten auf diese drei Fragen idealerweise ja lauten. Abgesehen von der Compliance muss betont werden, dass Performance-Gebühren in der Regel eine wichtige Einkommensquelle für Portfoliomanager sind. Sollten daher entsprechende Modelle überarbeitet werden müssen, könnte dies die Erträge eines ManCo- und Portfoliomanagers erheblich beeinflussen und eine Änderung des jeweiligen Geschäftsmodells auslösen. In Deutschland, Irland und dem Vereinigten Königreich wurden kürzlich zusätzliche lokale Beschränkungen der Performance-Gebühren eingeführt, was den Druck auf die Vermögensverwalter erhöht. Sie müssen ihre Gebührenmodelle dringend anpassen, wenn sie ihre Produkte weiterhin in diesen Ländern vertreiben wollen. Verwendet der Fonds ein HWM-Modell, so sollte eine Performance-Gebühr nur dann zu entrichten sein, wenn der neue HWM während des Bezugszeitraums die letzten HWM übersteigt.

Ausgangspunkt der Berechnungen sollte der anfängliche Angebotspreis je Aktie sein. Die Entscheidung über das Leistungsentgeltmodell (d. h. Hochwassermarke, Hürde, Index usw.) sollte im Lichte der Anlagepolitik getroffen und regelmäßig unter Berücksichtigung der Leistungskennzahlen, der Portfoliozusammensetzung und in einigen Fällen der Konsistenzindikatoren überprüft werden. Die Überschussleistung sollte ohne alle Kosten berechnet werden. Tatsächlich gehen wir davon aus, dass ein erheblicher Teil der derzeit in Gebrauch befindlichen Leistungsentgeltmodelle einer generalüberholten müsste, da sie den von der ESMA vorgeschlagenen Anforderungen nicht entsprechen. Und das wachsende Bewusstsein der Anleger für die negativen Auswirkungen von Gebühren auf die langfristigen Anlagerenditen hat das Wachstum von Indexfonds teilweise angeheizt. Das bedeutet, dass Fondsmanager gezwungen sind, ihre traditionellen Gebührenmodelle zu überprüfen und grundlegend zu ändern. Wie in unserem vorherigen Blogbeitrag („Performance fees for the Fund industry: it es decision time”) angedeutet, führen EU-weite, nicht harmonisierte Anforderungen an die Performance-Gebühren nicht nur zu einem ungleichen Anlegerschutz, sondern könnten auch zu beträchtlichen Marktunsicherheiten in Bezug auf das EU-Passsystem führen.